Die DGV-Platzreife-Prüfung für Golfer

DGV Platzreife - Was man beachten sollte, wie man sich am besten vorbereitet und andere nützliche Tipps zum Bestehen des "Golf-Führerscheins". Ein Bericht aus der Sicht eines privaten Golfspielers und wie man damit umgehen sollte, dass man am ersten Abschlag zittern wird wie Espenlaub…

Jeder Golfer wird sich an seine Platzreifeprüfung sein gesamtes Golfer-Leben lang erinnern können. Kaum ein anderer Moment (abgesehen vom ersten vorgabewirksamen Turnier), bleibt so schaurig schön im Gedächtnis hängen wie die DGV-Platzreife-Prüfung

Was es bei der Platzreife im Golf zu beachten gibt

Zu erst einmal sollte man sich einen Pro seines Vertrauens suchen (bei mir war das Andreas Fröhlich aus dem Golfpark Idstein), der einem auch wirklich sympathisch ist, denn andernfalls wird man sich super unwohl fühlen und sich nur noch mehr Stress machen - notfalls muss man für die Platzreife dann eben in einem anderen Club, als der nächstgelegene, aber ich denke, dass das Verhältnis zwischen Pro und Golfspieler ein gutes sein sollte und dies elementar wichtig ist um Dinge mit Freude zu erlernen.

Wie lerne ich am besten für die theoretische DGV-Platzreife-Prüfung

Die Vorbereitung zur mündlichen oder schriftlichen Prüfung erledigt man am besten über die offizielle Seite des DGV im Platzreife-Golf-Online Regelquiz hier oder über diverse "Platzreife-Apps" in alles gängigen App-Stores.

Die verschiedenen Varianten sind für unterschiedliche mobile Endgeräte unterschiedlich teuer, bzw. teilweise gar kostenlos. Die Fragen lassen sich bei fast allen Apps in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade einteilen und beinhalten einen so genannten "Prüfungsmodus" für die Platzreife.

Wie trainiere ich am effektivsten für die Golf-Platzreife?

Ich kann nur empfehlen, so oft und regelmäßig wie möglich auf die Driving-Range zu gehen und dort erstmal einiges an Bällen weg zu schlagen. Ich persönlich habe mir meinen Schwung selbst mit Hilfe von einigen Youtube-Videos (z.B. Tiger Woods, Driver Slow Motion) angeeignet. Es ist aber nicht jeder solch ein Autodidakt und man muss sich sein Vorbild gut aussuchen, dass man sich nicht übernimmt oder man belässt es ganz klassisch beim Training mit dem Golf-Professional seiner Wahl. Natürlich kann man auch eine Golfreise mit Golftrainer & Platzreifekurs buchen und das Golfspiel dort erlernen.

Ich empfehle folgendes in das regelmäßige Training vor der Prüfung (und auch danach) einzubauen:

Übungen mit dem Puter auf dem Grün

Man lege sich kreisförmig 5 - 7 Bälle mit einem Abstand von einer Schlägerlänge um das Loch herum und versucht eine Quote von 3/5 bzw. 5/7 zu erzielen. Da gerade Anfänger oftmals bei kurzen Putts verzweifeln, halte ich diese Übung für extrem sinnvoll. Natürlich kann man den Schwierigkeitsgrad auch steigern und die Länge erhöhen, wenn man sich sicher fühlt.

Übungen für das kurze Spiel rund ums Grün

Aus einer Entfernen von ca. 5 - 7 Metern sollen nach obiger Quote die Bälle mindestens 1,5 nah am Loch liegen, so dass Sie mit vorheriger Übung beendet werden können und ein sicherer 1-Putt daraus werden könnte. Bei der Schlägerwahl empfiehlt such abgesehen vom Pitching-Wedge das Sand-Wedge oder alternativ nach Bleiben ein flacheres Eisen (4 - 7), um ans Ziel zu kommen.

Abschläge trainieren (Holz & Eisen) auf der Driving-Range

Wie im oberen Teil bereits erwähnt, machen die Abschläge einen Großteil der Differenzen zwischen guten und schlechten Golfspielern aus. Von daher solltet Ihr sehen, diese so sicher wie möglich zu beherrschen und wiederholbar zu machen. Dafür empfehle ich allem voran: Nehmt Euch die selbe Zeit beim Abschlagen auf der Range, die Ihr auch auf dem Platz benötigen würdet!Es bringt nichts einfach nur Bälle abzuschlagen und nicht darauf zu achten, was der Ball gerade gemacht hat. Sucht Euch (je nach Schlagweite) ein Ziel zwischen 90 und 150 Meter, dass Ihr "bequem" mit dem 7er Eisen erreichen könnt. Dann nehmt Ihr 10 Bälle, wovon mindestens 7 Bälle maximal 15 Meter links und 15 Meter rechts von Eurem Punkt den Ihr anvisiert habt, aufkommen. Das entspricht ungefähr der Breite eines Fairways (also 30 Meter) und so könnt Ihr sicher sein, gerade zu schlagen.
Das gleiche macht Ihr auch mit dem Driver und versucht die 70% Quote zu erfüllen, womal man hier beim Streuungs-Faktor ruhig ein paar Protzent großzügiger sein darf, da die man schließlich auch mehr Meter zurück legt.

In Amerika fand letztens eine Testreihe statt, in welcher erforscht wurde, wo der gravierende Unterschied zwischen Pro und Amateur-Golfer liegt - na was glaubt Ihr?

Ok, ich sage es euch: 75% werden über das Lange Spiel bei den Golf-Pros und Proetten dieser Welt entschieden.im Vergleich zum Durchschnitts-Golfer. Man schickte mehrere Teams los, die sich pro Runde mit dem kurzen und dem langen Spiel auf der Runde abwechselten -das Ergebnis war eindeutig. Klingt auch meines Erachtens nach ganz logisch, denn als Spieler mit einem relativ langen Drive und langen Schlägen auf dem Fairway kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ich, gerade bei den längeren Löchern, nach einem verzogenen Abschlag einfach mit dem nächsten Schlag alles wieder herausholen kann. Wenn einem allerdings die Länge fehlt und mann dann einen Socket o.ä. spielt, wird es schon schwieriger auf einem 400 Meter-Loch noch etwas rauszuholen - also ABSCHLAGEN, ABSCHLAGEN und nochmals ABSCHLAGEN!

Eine kurze Anekdote meinerseits: Da ich in der Vergangenheit viel Sport getrieben habe, unter anderem Tennis, Fussbal, Handball und einige andere Ballsportarten, lag mir das Golfspielen von Anfang und und meine Drives waren jenseits von Gut und Böse, bevor ich den ersten Schläger in der Hand hatte. Und bei der Platzreife? Es kam wie es kommen musste… Mein guter Golffreund Sebastian stand mit uns am ersten Abschlag und meinte noch zum Pro: "Wart´ab, der haut jetzt ´ne Kugel raus, da wirste neidisch!" Ich dachte mir "jetzt geb´ ich alles!! (und noch mehr)" Wunderbar, also ging der erste Drive an Loch eins direkt mal schön ins Höschen, da meine Hände aber auch zitterten wie verrückt und ich NULL Gefühl in den Armen hatte... :)

Ich habe das PAR 4 an Bahn eins dann doch noch irgendwie mit PAR retten können, aber nur, weil ich den nächsten Schlag mit einem 5er Holz schöne 170 Meter carry kurz vors Grün drücken konnte und dann die Annäherung und der Putt glücklicherweise auch geklappt haben!

Also, es gibt immer Hoffnung und Ihr müsst dran bleiben! Ich wünsche bei Eurer Prüfung viel Erfolg und hoffe ein wenig helfen gekonnt zu haben.





Schönes Spiel wünscht Golfschläger-Test.de!